Uns und vielen anderen Menschen reicht die Vielfalt an soziokulturellen Angeboten in Harburg und Umgebung nach wie vor nicht aus. Der soziale Austausch findet viel zu wenig statt und der Stadtteil ist geprägt von rein konsum- und profitorientierten Orten. Wer aber Harburg etwas besser kennt, wird wissen, dass es an kreativen Menschen, die sich gesellschaftlich und politisch einbringen wollen, nicht mangelt. Was fehlt, sind Orte, wo diese Menschen zusammenkommen können.
Neben dem Festival und weiteren kulturellen Aktivitäten in Harburg haben wir schon oft die Möglichkeiten genutzt, die selbstverwaltete Räume wie das Gängeviertel oder die Rote Flora für Veranstaltungen bieten. Im Gegensatz dazu stört uns der oft schwerfällige und für uns mühselige behördliche Apparat in Harburg, den es bei der Genehmigung und Planung von innovativen Ideen zu überwinden gilt. Wir haben über die Jahre viele Erfahrungen gesammelt und sind es Leid uns ständig mit den Behörden auseinandersetzen zu müssen. Was uns fehlt sind Freiräume, die wir selbst gestalten können.
Die Initiative „JA zur NÖ“ hat sich aus dem Wunsch heraus gegründet, in Harburg längst überfällige Freiräume zu schaffen, die alte Tradition der Nöldekestraße 19 zu bewahren, sie vor dem Verfall zu retten und und sie wieder kulturell und sozial nutzbar zu machen.
Es soll Raum geschaffen werden, für Träume, kreative Selbstverwirklichung, politische Diskurse, praktische Selbsthilfegruppen und ein soziales Miteinander.
Der KKtF e.V. würde die Räume der Nöldekestraße gerne nutzen um Konzerte zu veranstalten, sich regelmäßig zu treffen und um Werkstätten für Dekorationen und sonstige Dinge, die das Festival benötigt, einzurichten. Wir brauchen zudem dringend Lagerräume.
Nicht nur wir als FestivalveranstalterInnen brauchen Räume, wir haben durch die Anfragen von Künstlern festgestellt, wie dringend Ausstellungsräume und Ateliers benötigt werden, besonders für angehende Künstler. Viele Mitglieder und UnterstützerInnen der Initiative arbeiten im sozialen Bereich und könnten sich gut vorstellen, soziale Projekte ins Leben zu rufen. Beispielsweise Proberäume, Konzerte für junge Bands, Tonstudioaufnahmen, Bastelworkshops, Kochprojekte oder AnwohnerInnentreffs. Was genau in der Nöldekestraße entstehen könnte, müsste die Zeit mit sich bringen. Uns ist wichtig, dass wir uns frei und selbstverwaltet organisieren können. Die Gestaltung und Renovierung der Räume würde in der Hand der NutzerInnen liegen. Durch das regelmäßige Organisieren von Veranstaltungen sollte sich das Haus finanzieren können, da alle UnterstützerInnen sich unentgeltlich einbringen würden.
Weitere Infos sind auch in unserem Info-Flyer zu finden:
Info-Flyer der Initiative ‚Ja zur Nö‘ (März 2012)
